Politik trifft Wirtschaft

Jens Koeppen, Michael Schierack und Danko Jur unterwegs in Eberswalde: zwischen Spritzkuchen, Azubizahlen und Pflegereform

In der Reihe „Politik trifft Wirtschaft" gab es am Mittwoch (06.08.2014) gleich drei Stationen in Eberswalde. Im Mittelpunkt standen die Themen Wirtschaft und Soziales.


 

Eberswalder Brot- und Feinbackwaren GmbH Märkisch Edel

Der erste Termin des Tages führte den CDU Bundestagsabgeordneten Jens Koeppen nebst Danko Jur, Fraktionsvorsitzender der CDU im Kreistag und Landtagskandidat, in das Traditionsunternehmen der Eberswalder Brot- und Feinbackwaren GmbH Märkisch Edel.

Ein direkter Einblick in die Produktion von „Märkisch Edel" bekamen beide Politiker hier persönlich von Geschäftsführer Christian Kurth, der bereitwillig und gerne einen Einblick ins Unternehmen bot.

Parlamentarier Jens Koeppen und Landtagskandidat Danko Jur hatten selbstverständlich ein offenes Ohr für die Probleme des Geschäftsmannes. Discounter mit eigenen Backstationen, steigende Energiekosten sowie der eingeführte Mindestlohn, sind die Ursachen des allerorts zu beobachtenden Phänomens des „Bäckereiensterbens". Geschäftsführer Kurth sieht diese Entwicklung zwar mit Sorge, bleibt aber auch gelassen. Er setzt Qualität, eine ausgewogene Produktpalette und erwartet mit der baldigen Eröffnung eines Cafés am prominenten Marktplatz-Standort in Eberswalde einen neuen Kundenstamm.

Jens Koeppen und Danko Jur zeigten sich beim Betriebsrundgang angesichts der süß duftenden Kuchen, bunt verzierten Torten und frischen Brotlaibe, die gerade verpackt wurden, begeistert. Märkisch Edel ist ein Handwerksbetrieb, deren Produktionsstätte fast ausschließlich mit Fachkräften und 6 Auszubildenden läuft. Teigzutaten werden gemischt und geknetet, Cremefüllungen und Obststücke per Hand auf den Torten verteilt und Backbleche in den Ofen geschoben wurde. Kurth, deren Familie bereits in der 9 Generation das Bäckerhandwerk ausübt, ist in der glücklichen Situation seine Tochter als Unternehmensnachfolgerein an seiner Seite zu wissen.

Märkisch Edel ist mit über 200 Mitarbeitern einer der größten Arbeitgeber der Region. Jens Koeppen würdigte das Engagement des Unternehmens und hob hervor: „Märkisch Edel ist ein zukunftsorientiertes und solide aufgestelltes Unternehmen, das sich erfolgreich am Markt etabliert hat. Das ist toll. Die Herausforderungen der Zukunft sind sicher nicht leicht zu stemmen, aber ich denke, dass sich Märkisch Edel mit Qualität und Service klar am Markt behaupten wird."

Danko Jur fügte hinzu: „Für Eberswalde und seine Umgebung ist Märkisch Edel eine feste Größe als Bäckerkette. Über die neuen Pläne des Geschäftsführers Kurth bin ich natürlich froh. Investitionen und damit verbunden der Erhalt und vielleicht sogar die Schaffung von zusätzlichen Arbeitsplätzen ist gerade in unserer Region von enormer Wichtigkeit und keinesfalls eine Selbstverständlichkeit.", so der Eberswalder CDU-Fraktionsvorsitzende im Kreistag Barnim zum Ende des Termins.

Der Tenor am Ende des Besuches war schnell gefunden: ein hochwertiges Lebensmittel gibt es nicht umsonst, sondern kostet seinen Preis. Das gilt insbesondere auch für Brot, Brötchen und sonstige Backwaren.

Metallbau Glawion GmbH

Beim zweiten Unternehmensbesuch des Tages trafen die Politiker mit dem Spitzenkandidaten der CDU Brandenburg zur Landtagswahl, Prof. Dr. Michael Schierack zum Unternehmensbesuch bei der Metallbau Glawion GmbH zusammen.

Der 43 Mitarbeiter starke Metallbaubetrieb ist ein sehr anerkannter Ausbildungsbetrieb in der Region. Für Ausbildungsleiter Wolf, seit 1992 im Unternehmen, sind die Auszubildenden mehr als nur „Befehlsempfänger". Für ihn ist klar: „Manchmal bauchen junge Menschen zwei Anläufe, bis sie die richtige Richtung gefunden haben. Das ist in Ordnung. Sie müssen ehrlich zu mir und fleißig im Job sein, dann bekommt jeder eine Chance." Ob Spätaussiedler, 30-jährige Familienväter, Vater-Sohn-Gespanne oder ganz „normale" Azubis – Glawion setzt auf Integration und Chancengleichheit und nicht selten werden die Ausgebildeten vom Betrieb übernommen. Kürzlich ist die erste weibliche ausgebildete Zerspanungsmechanikerin von Glawion Mutter geworden. Schwerpunktthema im Gespräch mit der Betriebsleitung sowie den Auszubildenden war die Sicherung der standortnahen schulischen Lehrausbildung und damit der Erhalt des Oberstufenzentrums in Eberswalde. Hier versprach Spitzenkandidat Prof. Dr. Schierack sich zu informieren und für den Standort stark zu machen.

AWO Pflegeheim „An der Barnimer Heide"

Danko Jur und Jens Koeppen trafen schließlich am Tagesende mit den Seniorinnen und Senioren des Pflegeheims „An der Barnimer Heide" zusammen. Bei einer Tasse Kaffee nutzen die Bewohner der 13 Plätze umfassenden vollstationären Einrichtung den Besuch, um Fragen zu stellen und sich Luft über Themen zu machen, die sie besonders bewegten. Ob die Endlagersuche für den Atommüll in Deutschland, die Trassenführung der Telekomstraße, die Pflegereform, die Sicherheit für Seniorinnen und Senioren auf öffentlichen Plätzen oder Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe – die Themenpalette war breit gefächert. Einrichtungsleiterin Yvonne Wilhelmi zeigte abschließend noch die Zimmer der Bewohner und erläuterte den Tagesablauf im Pflegeheim. Dass die Bewohner sich gut umsorgt und vor allem wohl fühlen, war angesichts des vielfachen Lobes schnell klar. Jens Koeppen und Danko Jur verabschiedeten sich aus der Einrichtung mit dem Versprechen, jederzeit wieder für eine Gesprächsrunde zur Verfügung zu stehen.

www.jens-koeppen.de

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