Klares Bekenntnis zur Finowkanalregion

"Der Finowkanal liegt uns allen sehr am Herzen"

Foto: Carolin Bucher
Foto: Carolin Bucher
Der Stadthafen in Liebenwalde steht kurz vor seiner Eröffnung. Das 2-Millionen-Projekt am Langen Trödel der Wassertourismusinitiative Nordbrandenburg (WIN) liegt im Zeitplan. Beim Vor-Ort-Besuch von Politikern aus EU, Bund, Kreis und Stadt gab es ein klares Bekenntnis zur Finowregion. Alle forderten unisono, dass das Wasserstraßennetz zügig ausgebaut und miteinander verbunden wird.

In diesem Jahr entscheidet sich, ob das Projekt gegen die Wand gefahren wird, oder nicht.", mit diesen Worten umschrieb Dr. Christian Ehler, Abgeordneter des Europäischen Parlaments, den aktuellen Sachstand und ist nahezu fassungslos ob der fehlenden Initiative seitens des Landes.

Es geht um die Vernetzung von Wasserstraßen bestehender, aber noch nicht verbundener Reviere (Obere-Havel-Wasser-Straße, Rheinsberger, Ruppiner und Werbelliner Gewässer, Finowkanal) zu einem Gesamtnetz mit 345 km Länge. „Wir brauchen mehr als nur schöne Worte. Solange kein Satz für das so genannte Operationelle Programm vom Land Brandenburg in Sachen Wassertourismus und Ausbau der Infrastruktur steht, wird es fortan keine Förderungen seitens der EU geben können."

Jens Koeppen, Bundestagsabgeordneter für die Region Barnim Uckermark fügte hinzu: „Alle Partner stehen bereit und warten auf die Lan-desregierung in Brandenburg. Ich wünsche mir sehr, dass der Schatz unserer Region - das Wasserstraßennetz - gehoben und für den Tourismus nutzbar gemacht wird. Wir müssen die Wasserinfrastruktur aufrecht erhalten. Der Finowkanal liegt uns allen sehr am Herzen."

Auch Danko Jur, der die Thematik des Finowkanals als Lokalpolitiker sehr gut kennt, hofft sehr darauf, dass die bisher begonnenen Arbeiten auch zusammengeführt werden. „Was nützt ein Schiffshebewerk in Finow, der Werbellinkanal, eine neue Strandpromende in Eberswalde, der Ausbau des Langen Trödels und ein Stadthafen in Liebenwalde, wenn die Regionen dadurch insgesamt nicht miteinander verknüpft werden? Es wäre ein Desaster, wenn die vielen Nebenprojekte gelingen und das eigentliche Herzstück, der Finowkanal, plötzlich nicht mehr befahrbar wäre.", so der CDU-Kreistagfraktionsvorsitzende im Barnim und Landtagskandidat.

Die CDU Politiker kündigten am Rande des Treffens in Liebenwalde an, alle Beteiligten wortwörtlich gemeinsam in ein Boot zu holen. „Wir brauchen den Finowkanal!", so Jens Koeppen abschließend.

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