Wirtschaftliche Schäden durch geschützte Tierarten

Dieter Dombrowski: Wir brauchen einen allgemeinen Ausgleichsfonds für wirtschaftliche Schäden durch geschützte Tierarten

Dieter Dombrowski (Quelle: CDU Landesverband Brandenburg)
Dieter Dombrowski (Quelle: CDU Landesverband Brandenburg)

Dieter Dombrowski, umweltpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Landtag Brandenburg, sagt:

„Wir brauchen in Brandenburg einen allgemeinen Ausgleichsfonds für wirtschaftliche Schäden, die durch geschützte Tierarten in der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft hervorgerufen werden. Dafür müssen jetzt die Voraussetzungen geprüft werden.

Der Schutz bedrohter und gefährdeter Arten ist ein wichtiges gesamtgesellschaftliches Ziel. Die Erfolge des Natur- und Artenschutzes dürfen jedoch nicht zulasten derjenigen gehen, die in der freien Natur wirtschaften und von ihr leben. Beispielsweise im Havelland verursachen Kraniche und Wildgänse mittlerweile Schäden an landwirtschaftlichen Kulturen in sechsstelliger Höhe. Biber, Fischotter und Kormorane führen bei Fischern und Teichwirten zu Einbußen.

Die Akzeptanz für Biber, Fischotter, Kraniche, Kormorane, Wildgänse und Wolf wird sich nur dann verbessern, wenn neben verlässlichen Programmen zur Förderung von Präventionsmaßnahmen, der wirtschaftliche Schaden von Land-, Forst- und Fischereiwirten ausgeglichen wird.“

Die CDU-Fraktion bringt am Mittwoch einen entsprechenden Antrag in das Parlament ein.

Zum Hintergrund

Brandenburg ist mit seinen 15 Großschutzgebieten, 620 FFH-Gebieten und 27 Vogelschutzgebieten gut aufgestellt. Ein Drittel des Landes gehört mittlerweile zur europäischen Schutzgebietskulisse NATURA 2000. Erfolge im Artenschutz und Populationen im günstigen Erhaltungszustand führen aber auch zu Problemen in der Land-, Forst- und Fischereiwirtschaft.

Bislang werden in Brandenburg nur wirtschaftliche Schäden durch den Wolf ausgeglichen.

9016_Antrag_Ausgleichsfonds.pdf

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